QS9000 – Woher kommt dieser Begriff?

QS 9000 
ist eine Abkürzung und steht für Quality SystemRequirements QS-9000.
Enstanden ist dieser Begriff bzw. diese Abkürzung aus der ISO9001 die im Jahre 1994 noch im Umlauf war. Seinerzeit gab es zur Bereicherung unseres Umfeldes noch mehr dieser schönen Normen. 9002 und 9003 nämlich. Die 9004 vergesse ich natürlich auch nicht. Da haben sich dann verschiedene Automobilhersteller dran gestoßen. Die wollten es mal vereinfachen und haben dann entsprechende Weichen gestellt.

EN ISO 9002:1994
hier wird nur ein Ausschnitt im Entstehungsprozess eines Produktes betrachtet, indem sie nur Produktion und Montage im Blick hatte. Demnach also nur die wertschöpfenden Produktionsprozesse. Die Norm wurde ungültig im Jahr 2000 mit Einführung der
prozessorientierten DIN EN ISO 9001-2000. In einer Übergangsfrist bis Ende 2003 gab es noch Zertifikate nach dieser Norm.

EN ISO 9003:1994
schön das es die mal gab, gut das die jetzt weg ist. Da wurden Verantwortliche gesucht für die Fehlerkorrektur (so was soll es geben – meistens ducken die sich, wenn es ernst wird).

Die Norm wurde zwischen Zulieferer und Abnehmer angewandt, wenn beim Zulieferer ein bewährtes Qualitätssicherungssystem besteht. Die ISO 9003 wurde mit der Revision der Normenreihe zum Qualitätsmanagement (ISO 9000ff) im Jahr 2000 abgeschafft. In einer Übergangsfrist bis Ende 2003 gab es noch Zertifikate nach dieser Norm.
Die Jungs aus der der Medizintechnik nutzen das weiterhin (viel Glück Jungs). Es gibt für die EN 46003:1999 keine Nachfolgenorm analog zur EN ISO 13485:2003, daher kann die EN ISO 9003:1994 in dieser Branche weiterhin als Zertifizierungsgrundlage angewandt werden. (mal ehrlich? Seit Ihr bescheuert, macht doch was prozessorientiertes auf Grundlage der 9001:2015 – das kann ja nicht so schwer sein für diese Prozesse).

EN ISO 9004:1994
Das ist ein nicht zertifizierbarer Leitfaden der zusätzliche Maßnahmen zur ISO-9001 enthält. Das schöne ist an dem Werk, das es in Richtung TQM (Total Quality Management) zielt. Ich selber bin ein großer Freund von TQM, das es mit einfachen Ansätzen das richtige verfolgt – dann passt mal schön auf Ihr KAIZEN – Brüder (dazu gleich mehr – da kenne ich Leute die das überhaupt nicht kapiert haben)

• Qualität orientiert sich am Kunden,
• Qualität wird durch Mitarbeiter aller Bereiche und Ebenen erzielt, – (ach was -eine aktive Einbeziehung der Mitarbeiter – da schau her !!)
• Qualität umfasst viele Dimensionen, die durch Kriterien (und vielleicht mit Kreativität) realisiert werden müssen,
• Qualität ist kein Ziel, sondern ein Prozess, der nie zu Ende geht,
• Qualität bezieht sich auf Produkte und Dienstleistungen,
vor allem aber auf die Prozesse zur Erzeugung derselben.
• Qualität setzt aktives Handeln (Denken ist auch toll) voraus und muss erarbeitet werden.

Nun aber noch einmal zur QS 9000
Ursprünglich war es mal so, dass die ersten Qualitätssicherungsmaßnahmen in darauf abzielten entstandene Fehler im Prozess zu finden. Daraus entstanden dann die Regelwerke. Diese Normen gingen den Automobilherstellern (GM/CHRYSLER und FORD) nicht weit genug.  Daher haben die dann die ISO9001 genommen und einige zusätzliche Forderungen formuliert.

  • Teil 1: ISO 9001 mit einigen Erweiterungen für Anforderungen in der Automobilindustrie.
  • Teil 2: Zusätzliche Anforderungen, die von den drei genannten Automobilherstellern übernommen wurden.
  • Teil 3: Systemanforderungen, die für einzelne Hersteller spezifisch sind.

Am 14. Dezember 2006 wurden alle drei Teile zurückgezogen. Die QS 9000 wird nun von der ISO 9001 und der ISO/TS 16949 ersetzt.